Sommer vorbei – und dann?!

 

„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat." (Ps 103,2)


Es ist September. Der Sommer so gut wie vorbei. Die heißen Tage sind geschafft, aber so ein paar schöne Stunden in der Sonne würde ich auch jetzt noch nehmen.
Gerade da möchte ich einen Moment innehalten und frage mich: Wie war mein Sommer eigentlich? Wofür bin ich dankbar? Was möchte ich mitnehmen?
Oft geht es erstaunlich schnell, dass die Tage wieder verblassen. Kaum ist der Urlaub vorbei, sind da Mails, Termine und ein voller Kalender. Was gerade alles noch leicht war, tritt in den Hintergrund.


Genau dazu passt der Wochenspruch für die kommende Woche: Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. (Psalm 103,2)
Vergiss nicht! Das klingt wie eine kleine Aufgabe an mich selbst.
Es ist eine Einladung an mich selbst im Trubel des Alltags genau dieses Gute nicht zu übersehen. Der Sommer hatte nicht nur Gutes: Da waren Abschiede und Sorgen. Das will ich nicht schönreden. Aber da war auch viel Schönes: Urlaub, Familienfeiern, ein Abend mit Freunden. Das Gefühl, diesen Moment will ich festhalten.
Vergiss nicht, was Gott dir Gutes getan hat. Das ist eine Einladung dieses Gute aus dem Sommer mit in meinen Alltag zu nehmen. Nicht nur als schönes Foto auf meinem Smartphone, sondern als Erinnerung in mir. Denn genau diese Erinnerungen können mit Kraft geben, für die neuen Herausforderungen des Lebens.


Der Sommer geht vorbei. Aber nicht alles, was mir in diesem Sommer geschenkt wurde, muss wieder verschwinden.
Vielleicht ist jetzt im September genau die richtige Zeit, mich selbst zu fragen: Was war gut? Was möchte ich weitertragen? Wofür bin ich dankbar? Und vielleicht wird aus dieser Erinnerung ein leises: Danke, Gott!


von Pfarrerin Lea Müller