08/09/2026 0 Kommentare
TelefonSeelsorge Fulda: Mehr Hilfesuchende, stabile Ehrenamtsbasis, neue Maßnahmen für bessere Erreichbarkeit
TelefonSeelsorge Fulda: Mehr Hilfesuchende, stabile Ehrenamtsbasis, neue Maßnahmen für bessere Erreichbarkeit
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TelefonSeelsorge Fulda: Mehr Hilfesuchende, stabile Ehrenamtsbasis, neue Maßnahmen für bessere Erreichbarkeit
Die TelefonSeelsorge Fulda blickt auf ein herausforderndes, aber zugleich engagiertes Jahr zurück. Die Nachfrage nach seelsorgerischen Gesprächen am Telefon und im Chat steigt kontinuierlich. Gleichzeitig gelingt es der Einrichtung dank des Einsatzes von 82 ehrenamtlichen Telefonseelsorgerinnen und Telefonseelsorgern weiterhin, Menschen in Krisen, Einsamkeit und psychischen Belastungssituationen rund um die Uhr zu begleiten.
Die 24-Stunden-Erreichbarkeit an sieben Tagen in der Woche bleibt ein besonderes Merkmal der TelefonSeelsorge Deutschland. Dennoch berichten Ratsuchende zunehmend von längeren Wartezeiten oder mehrfachen Anrufversuchen, bevor ein Gespräch zustande kommt. Auch die Nachfrage nach Chat-Beratung übersteigt häufig die verfügbaren Kapazitäten.
„Die Zahl der Menschen, die Unterstützung suchen, wächst stetig. Unsere personellen und finanziellen Ressourcen wachsen jedoch nicht im gleichen Maße“, erklärt Dagmar Scheer, Leiterin der TelefonSeelsorge Fulda. Viele Menschen wenden sich mit psychischen Belastungen an die TelefonSeelsorge, insbesondere weil Wartezeiten auf therapeutische Unterstützung häufig sehr lang sind.
Im Jahr 2025 gingen bei der TelefonSeelsorge Fulda insgesamt 10.552 Anrufe ein. Daraus entstanden 8.925 seelsorgerische Beratungs- und Krisengespräche mit einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von knapp 24 Minuten. Darüber hinaus wurden 229 Chat-Kontakte begleitet. Besonders deutlich zeigt sich dabei die Bedeutung der niedrigschwelligen Hilfeangebote: Rund drei Viertel der Ratsuchenden am Telefon sind Frauen, ein Großteil lebt allein und viele berichten von erheblichen psychischen Belastungen.
Auch das Thema Suizidalität bleibt von großer Bedeutung. Während etwa sieben Prozent der Telefonkontakte entsprechende Themen aufgriffen, betraf dies im Chat nahezu jeden fünften Kontakt. Die TelefonSeelsorge bietet hier oft die erste Anlaufstelle für Menschen in akuten Krisen.
Um die Erreichbarkeit zu verbessern, hat die TelefonSeelsorge Fulda mehrere Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören der technische Ausbau mit einem zweiten Telefonarbeitsplatz, die Erweiterung des Chat-Angebots durch zusätzliche Qualifizierungen sowie die kontinuierliche Fortbildung der Ehrenamtlichen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sicherung der Nachtdienste, die in enger Zusammenarbeit mit regionalen und bundesweiten TelefonSeelsorge-Stellen gewährleistet werden.
Neben dem direkten Gesprächsangebot verweist die TelefonSeelsorge auf die kostenfreie App „KrisenKompass“, die als digitale Soforthilfe für Menschen in Krisen sowie deren Angehörige genutzt werden kann. Die Anwendung bietet Informationen, Unterstützung bei Suizidgefährdung und zusätzliche Coachingelemente zur Stabilisierung in belastenden Lebenssituationen.
Auch der Förderverein der TelefonSeelsorge Fulda zieht eine positive Bilanz. Dank einer erfreulichen Entwicklung bei Spenden und Zuwendungen konnten wichtige Anschaffungen finanziert und Rücklagen für zukünftige Anforderungen geschaffen werden. Vorsitzender Dr. Alois Rhiel würdigte insbesondere die Arbeit der Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen: „Der eigentliche Schatz unserer TelefonSeelsorge sind die Menschen, die mit Zeit, Empathie und Engagement für die Hilfesuchenden da sind.“
Die TelefonSeelsorge Fulda sieht ihre zentrale Aufgabe auch künftig darin, trotz begrenzter Ressourcen möglichst vielen Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein offenes Ohr und professionelle Begleitung anzubieten. Die hohe Zahl der Kontakte zeigt eindrucksvoll, wie wichtig dieses Angebot für die Region und darüber hinaus ist. Mehr hier.
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