Ostergruß des Dekans

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Ostergruß des Dekans

Fulda zu Ostern 2026

Liebe Schwestern und Brüder!

vor mir liegt ein Bild, das mich jedes Jahr aufs Neue tief berührt: Es ist meine liebste Oster-Ikone. Sie stammt aus dem Jahr 1340, aus einem serbisch-orthodoxen Kloster im Kosovo.

Zu sehen ist Christus. Er nutzt das Kreuz wie eine Treppe und steigt hinab in die tiefste Dunkelheit, um zwei Menschen entgegenzueilen und sie mit kräftigem Griff aus dem Schattenreich des Todes emporzuziehen. Die Heiligen im Hintergrund können nur staunend zusehen.

Die beiden Heiligen sind nicht irgendwer, sondern Adam und Eva. Sie stehen für die ganze Menschheit. Auf dem Kreuz werden sie hochklettern ans Licht, ins Ewige. Indiesem Bild wird greifbar, was Ostern bedeutet: Jesus zieht uns heraus aus der Vergänglichkeit. Das Dunkle, die Nägel und Spitzen, das Verwundende unserer Welt – Not, Leid und Kriege – all das bleibt am Ende zurück.

Das ist Ostern! Jesus Christus hat den Tod überwunden, das Vergehen, das Dunkel des Leides und Hasses. Und er zieht alle und alles mit sich. Das ist unsere Wirklichkeit. Und mit diesem Bild können wir leben, als von Christus ans Licht gezogene. An der Hand des Auferstandenen klettern wir dem Licht, dem Ewigen entgegen.

Im Namen des gesamten Kirchenkreisvorstandes möchte ich von Herzen Danke sagen. Danke, dass Ihr Euch – jeder an seinem Platz – auf diesen Weg zum Licht einlasst. Ob in den Gemeinden, in den Kirchenvorständen, in der neu konstituierten Synode oder in den vielen anderen Diensten unserer Kirche: wir packen an, wir klettern hoch und lassen uns von Jesus ziehen.

Danke für all das!

Ich wünsche ein frohes, gesegnetes Osterfest. Bleiben wir zuversichtlich, denn frei nach Martin Luther gilt: „Bei uns ist alle Tage Ostern.“

Herzlichst,

Ihr und Euer

Thorsten Waap

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