01/09/2026 0 Kommentare
Frischer Wind für die Pfadfinderarbeit im Kirchenkreis Fulda: Akki Werb will neue Gruppen aufbauen und bestehende Stämme stärken
Frischer Wind für die Pfadfinderarbeit im Kirchenkreis Fulda: Akki Werb will neue Gruppen aufbauen und bestehende Stämme stärken
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Frischer Wind für die Pfadfinderarbeit im Kirchenkreis Fulda: Akki Werb will neue Gruppen aufbauen und bestehende Stämme stärken
Für die 25-jährige Akki Werb ist Pfadfinden Beruf und Berufung zugleich. Seit August ist sie beim Verband Christlicher Pfadfinderinnen Hessen (VCP Hessen) angestellt. Dabei arbeitet sie eng mit dem Evangelischen Kirchenkreis Fulda zusammen. Ihre Aufgabe ist es, die evangelische Pfadfinderarbeit in der Region weiterzuentwickeln, bestehende Stämme zu begleiten und neue Gruppen aufzubauen.
Akki Werb ist gelernte Bäcker- und Konditorgesellin. Ihre Leidenschaft aber gehört seit rund zehn Jahren der ehrenamtlichen Pfadfinderarbeit. Werb stammt aus Frankfurt und ist in einer Pfadfinderfamilie aufgewachsen, berichtet sie. Mit 14 Jahren kam sie selbst zu den Pfadfindern – direkt nach ihrer Konfirmation. Geblieben ist sie bis heute. Was sie besonders fasziniert, ist die Gemeinschaft. „Wie Pfadfinderinnen und Pfadfinder miteinander umgehen, ist etwas Besonderes“, sagt sie. Pfadfindergruppen verbringen Zeit in der freien Natur, lernen mit Kompass zu navigieren und Seile zu knoten, bauen Zelte auf und bereiten sich auf Zeltlager oder Wanderfahrten vor.
Neben ihrem Engagement als Pfadfinderin hat Akki Werb eine zweite große Leidenschaft: die Musik. Sie spielt Geige und Gitarre, interessiert sich für Kammermusik und Barockmusik und beschäftigt sich mit Musiktheorie. Auch Chorsätze schreibt sie und hat schon einen Posaunenchor geleitet.
Eine Verbindung zur evangelischen Kirche hat sie von Kindheit an. Ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvierte sie in der Evangelischen Jugendbildungsstätte Asel in Ostfriesland. „Kirche vor Ort kann sehr von Pfadfinderarbeit profitieren“, sagt Akki Werb. Die Pfadfinderarbeit bringe Gemeinschaft, Verantwortungsbereitschaft und eine besondere Form der Jugendarbeit mit. Umgekehrt können auch die Pfadfinder von den Kirchengemeinden profitieren. Schon heute gibt es gemeinsame Veranstaltungen und Gottesdienste. Die Zusammenarbeit möchte Werb weiter ausbauen – auch mit katholischen Pfadfindergruppen.
Gemeinsam Abenteuer in der Natur erleben – ohne Handy
Ein wichtiger Grundsatz der Pfadfinderarbeit laute: „Learning by doing“. Kinder und Jugendliche sollen Dinge selbst ausprobieren dürfen – auch wenn etwas einmal nicht funktioniert. Sie sollen die Folgen ihres Handelns kennenlernen, Fehler machen und daraus lernen. Gerade auf Wanderfahrten zeige sich, was das bedeutet. „Man weiß nicht immer im Voraus, wo man am Abend schlafen wird. Ein Weg ist vielleicht nicht begehbar, ein Plan funktioniert nicht,“ berichtet sie. Dann müsse die Gruppe gemeinsam überlegen, was zu tun sei. „Man muss Probleme gemeinsam lösen. Das verbindet sehr stark“, sagt Akki Werb.
20 bis 25 Kilometer am Tag können bei einer Wanderfahrt durchaus zusammenkommen. Karten lesen und sich in der Natur orientieren – all das gehört dazu. Das Smartphone bleibt dabei außen vor. Nur für Notfälle wird ein Handy mitgenommen. Für Werb ist gerade dieser bewusste Verzicht wichtig: raus aus dem Alltag, raus aus der ständigen Erreichbarkeit und hinein in eine Situation, in der die Gruppe aufeinander angewiesen ist.
Vier Stämme – und weitere Pläne
Vier Stämme gibt es derzeit im Kirchenkreis Fulda: in Fulda, Hettenhausen, Großenlüder/Bad Salzschlirf und Hofbieber. Das Projekt setzt auf zwei Schwerpunkte: neue Stämme gründen und bestehende Stämme stabilisieren. Werb versteht sich dabei als Verbindung zwischen dem VCP und den Kirchengemeinden. „Wir wollen Pfadfinden auch an Orte bringen, wo es bislang noch nicht ist“, beschreibt sie das Ziel. Am besten erreichbar ist Akki Werb per E-Mail: akki.werb@vcp-hessen.de.
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